Die verrückte Sommer-Olympiade: Nachts in der Bibliothek

Am 27.07.2018 war es wieder soweit: nach Schließung der Bibliothek wurden fleißig Regale verschoben, Stationen aufgebaut und die letzten Dekorationen angebracht. Um 19:30 Uhr konnte sie dann endlich beginnen: die verrückte Sommer-Olympiade.

Um 19.15 Uhr klingelte es das erste Mal an der Eingangstür und die ersten Kinder drückten uns aufgeregt ihre Eintrittskarten in die Hände. Nach und nach trafen die TeilnehmerInnen ein – im Schlepptau: Matratzen, Schlafsäcke, Kissen, Taschen und die Eltern, die sich noch schnell verabschieden wollten. Nach circa 20 Minuten kamen auch die letzten Kinder an und es konnte beginnen.

Zunächst wurde ein Sitzkreis gebildet und jeder stellte sich kurz vor. Um direkt die Teamfähigkeit zu stärken, veranstalteten wir ein kleines Kennen-Lern-Spiel. Auf dem Boden lag eine Decke ausgebreitet und die Kinder sollten mit so vielen Mitstreitern wie möglich auf dieser bleiben – der Haken an der Sache: mit jeder Runde verkleinerten wir die Decke, bis sie irgendwann nur noch so groß wie ein DIN A4 Blatt war. Wir waren sehr überrascht, wie stark aufeinander aufgepasst wurde, obwohl sich die meisten Kinder überhaupt nicht kannten.

Da wir noch einiges vor uns hatten, ging es direkt weiter. Die kleinen Olympioniken wurden auf drei Gruppen verteilt und mussten innerhalb dieser die verschiedenen Stationen ablaufen. Ziel war es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln, denn beim finalen Spiel sollte jeder Punkt entscheidend sein.

Die Olympiade

Neben Dosenwerfen, Heißer Draht, Leitergolf, einem Fußparcour, einer Slackline und vielem mehr gab es auch ein Kreuzworträtsel – der Kopf will ja auch trainiert werden.
Am Ende der Stationen wurden dann die Punkte der jeweiligen TeilnehmerInnen zusammengerechnet und der Durchschnittswert der Gruppe ermittelt. Je höher der Durchschnitt war, desto einfacher das große Finale. Dort wurde nämlich „Der-Boden-Ist-Lava“ gespielt. Betreten durfte man nur Kissen – wie viele Kissen man zur Verfügung hatte, wurde von den Punkten abhängig gemacht.

Im Endeffekt hatten alle Gruppen sieben Kissen „gesammelt“, allerdings bestanden die Gruppen aus 5-, 6- und 7 TeilnehmerInnen. Das heißt, für die letzte Gruppe war es am schwersten, die Lava zu überquere

n und am Ende mussten auch noch große Kisten mit Preisen über die Lava transportiert werden. Was genau in den Kisten war, wurde aber erst gelüftet, als jede Gruppe ihre Kiste an das sichere Ufer gebracht hat.

Gruppe 1 öffnete ihre Kiste und war erstmal verwirrt, denn darin befand sich nur eine Packung Textilmarker…das Gleiche auch bei der zweiten Gruppe. Als dann die dritte Gruppe ihre Kiste öffnete, war es aber allen klar. In dieser befanden sich nämlich für alle T-Shirts mit dem Logo der „Verrückten Sommer-Olympiade“. Die Shirts durften dann noch individuell gestaltet werden. So saßen alle Kinder zusammen, um fleißig zu malen und zu schreiben. Dadurch wurde jedes Oberteil zum Unikat.

Mondfinsternis in Itzehoe

Auch wenn es schon spät am Abend war, gab es noch eine Besonderheit: die bevorstehende Mondfinsternis sollte natürlich niemand verpassen. Nach einer kleinen Einweisung, dass wir draußen ganz leise sein müssen, ging es los in den Klosterhof, um einen Blick auf den Mond zu erhaschen, leider vergebens.
Erst beim Zurückgehen wurde der Mond entdeckt und die Kinder staunten nicht schlecht. Die einen fanden es gruselig, die anderen nur aufregend oder schön.

Wieder zurückin der Bibliothek durften die T-Shirts noch zu Ende bemalt werden. Dazu gab es ein paar Süßigkeiten und die Kinder konnten sich untereinander austauschen und spielen.

Zeit für’s Bett

So langsam wurde es dann aber auch Zeit für das Bett! Nacheinander wurden sich fleißig die Zähne geputzt und das Bett aufgesucht. Einige der Athleten meinten zwar noch heimlich herum zu laufen und mit den Taschenlampen zu spielen, aber irgendwann fielen dann auch die letzten Augen zu und es kehrte Ruhe ein.

Der Morgen danach

Am nächsten Morgen wurden die Kinder gegen 7:00 Uhr geweckt und bei dem einen oder anderen zeichnete sich die kurze Nacht im Gesicht ab. Glücklich sahen sie aber trotzdem aus.

Nach dem Zähneputzen und dem Zusammenpacken der Schlafsachen gab es dann leckere Brötchen.

Als alle aufgegessen hatten, stellten wir uns noch einmal in unseren Olympia-Shirts auf, um ein schönes Gruppenfoto zu machen. Egal, ob mit einem dezenten Lächeln, einer Grimasse oder einem breiten Grinsen im Gesicht – dass die Olympiade allen Spaß gemacht hat, konnte man gut erkennen.

Ein letztes Mal fanden sich alle zusammen, um über den gestrigen Abend zu reden, als auch schon die ersten Eltern eintrafen.
Nun mussten wir uns auch schon wieder von den Kindern verabschieden und für uns fing das große Aufräumen an.

 

Gruppenfoto